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Neuer Tag, neues Glück. Für Heute stand wieder ein Ausflug auf dem Programm, den wir wieder am Abend vorher im Hotel gebucht hatten. Es ist gar keine schlechte Idee die Ausflüge im Hotel zu buchen. Zum einen hängen dort Bilder der Ausflugsziele und es gibt Fotomappen, wie in einem Reisebüro, zum anderen kommt man ja wieder und da wollen die Hotelbesitzer natürlich lieber zufriedene Gäste.
Am Hafen eine ärgerliche Überraschung. Ich hatte schon fast vergessen, das ich in einem sozialistischen Land bin, aber hier war es wieder! Obwohl Lien ja einen Deutschen Pass hat durfte sie nicht mit uns ins Boot oder ich durfte nicht zu ihr ins Boot. Hier wurden jedenfalls alle Vietnamesen und Langnasen strikt getrennt. Beim Reiseveranstalter hatten wir beide das Gleiche bezahlt, aber hier hieß es die Vietnamesen müssen extra fahren, weil sie weniger bezahlen. Den Eingeborenenrabatt hat Lien des öfteren bekommen, aber getrennt wurden wir nie. Das die Vietnamesen einen anderen Eintritt bezahlen, kann ich gut verstehen bei den Einkommensdifferenzen, aber das wir getrennt wurden ging mir gewaltig gegen den Strich! Zumal alle Boote absolut gleich waren. Reine Willkür, wie ich das hasse.
Aber da vielen mir die Worte meines russischen Arbeitskollegen ein, der mir für meine Reise nach Baschkortotstan riet: "Leute in Uniform können Dein Leben sehr interessant machen!". Was soll's, so landete ich mit einem älteren Berliner im Boot, der auch von seinen Vietnamesischen Freunden getrennt wurde. Wir machten es uns dann gemütlich und begannen die Landschaft zu genießen. Unterwegs begegneten wir Kähnen die uns Getränke und Snacks anboten und wir sollten auch für unsere beiden Ruderfrauen eine Cola kaufen. Aber diese Phantasiepreise! Man, wir sind doch nicht Baka und nach ein paar Minuten müssen sie doch merken, das wir schon länger im Land sind und die Preise kennen. Aber na ja, wenn man am Tag so wie so nicht so viel zu tun hat, warum dann nicht eine Weile sinnlois mit Touris verhandeln. Wir kauften schließlich Bier und Cola für die Damen zu einem annehmbaren Preis. Das erinnert mich immer an den Film: "Das Leben des Brien" wo auch jemand zum handeln gezwungen wird :-)
Wir haben es uns dann gemütlich gemacht mit einem Bierchen und einer Zigarette und die Fahrt und die sehr schöne Landschaft genossen.
Abends brachte uns der Bus nach Hanoi zurück und entließ uns an zentraler Stelle und am südlichen Ufer des Hoan Kiem Sees befindet sich das oben genannte Theater und schien uns einen Besuch wert. Es ist auch für Leute interessant, die kein Vietnamesisch sprechen
Die Puppen werden unter dem Wasser mit Stangen gelenkt und rechts sitzt eine Orchester mit traditionellen Instrumenten, die spielen und singen. Mit der Eintrittskarte erhält jeder Gast auch eine Musikkassette mit einer Aufzeichnung. Eine schöne Vorstellung und die Musik hat mir auch gefallen, ob wohl sie für westliche Ohren sicher fremd klingt. 40.000 Dong (2 €) kostet der Spaß.
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